Amsterdam, 12. Oktober 2020 – Die erste Auflage der FischGewiss-Aktionswoche im deutschsprachigen Raum hat für FishTales heute offiziell begonnen. Das Ziel: den Verbrauchern zeigen, dass sie durch den bewussten Kauf von nachhaltig gefangenem und verantwortungsvoll gezüchtetem Fisch einen positiven Einfluss haben können. Spätestens seit Greta Thunberg und „Fridays for Future“ wissen wir: Die gern verwendete Ausrede „Auf mich kommt es nicht an“ hat ausgedient. Jede und jeder Einzelne kann etwas tun! Zum Beispiel kleine, richtige Entscheidungen im Alltag treffen: Ob wir das Rad oder das Auto nehmen, ob wir Heizung oder Klimaanlage voll aufdrehen – oder … was wir essen.

Ja, gerade, was wir essen! Denn der Griff zu den richtigen Lebensmitteln ist eine der effektivsten Möglichkeiten, wie wir als Einzelperson unseren Klimafußabdruck reduzieren können. In Europa entfällt rund ein Fünftel aller schädlichen Treibhausgasemissionen eines jeden Bürgers und jeder Bürgerin auf die Nahrungsmittelproduktion. Vor allem tierische Produkte wie Eier, Milch und be-sonders Fleisch sind für Klima und Planeten wahre Schwergewichte. Dr. Holger Kühnhold vom Leibniz-Zentrum für marine Tropenforschung sagt: „Die Grenzen der Landwirtschaft sind absehbar. Schlüsselressourcen wie fruchtbares Land, Wasser und Mineraldünger werden immer knapper. Gleichzeitig wird die Weltbevöl-kerung weiterwachsen.“ Für ihn ist klar: „Wir werden das Potenzial unseres blauen Planeten stärker nutzen müssen. Die Erde besteht zu mehr als zwei Drittel aus Wasser, dennoch kommen gerade einmal zwei Prozent unserer Nahrung aus aquatischen Systemen.“ Aus ökologischer Sicht und im Sinne der Nachhaltigkeit ist es Kühnholds Meinung nach vernünftig, mehr Nahrung aus dem Meer zu beziehen. Aber wie soll das funktionie-ren, wo doch immer von der Überfischung der Ozeane die Rede ist? Hier lohnt es sich, genauer hinzusehen.